Demo gegen Rechts am 25.11. zum Jahrestag des Potsdamer Geheimtreffens
Anlässlich des zweiten Jahrestags des bekannt gewordenen Potsdamer Geheimtreffens hat ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis eine Demo gegen Rechts organisiert. Zu den Bündnispartner:innen gehören über 20 Organisationen, unter anderem: Potsdam bekennt Farbe, Jusos, Junge Union, GRÜNE JUGEND, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam, SPD Potsdam, Die Andere, Omas gegen Rechts, die DGB Jugend sowie mehrere Umweltorganisationen.
Die Demonstration findet statt am
25. November 2025, um 17:30 Uhr
Alter Markt, Potsdam
Ministerpräsident Dietmar Woidke hat die Einladung zu einem Redebeitrag „aufgrund bereits fest zugesagter Terminverpflichtungen“ abgesagt. Anna Hilsenbeck, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, sagt dazu:
„Brandenburg war Schauplatz eines der menschenunwürdigsten Treffen von Rechtsextremist*innen der letzten Jahrzehnte. Die AfD steht in Brandenburg bei weit über 30 Prozent, und wir stecken mitten in einer Regierungskrise. Trotzdem scheint es für Ministerpräsident Dr. Woidke keine Priorität zu haben, sich klar und öffentlich gegen die gesichert rechtsextreme AfD zu positionieren.“
Die Potsdamer Oberbürgermeisterin Noosha Aubel hat ihre Teilnahme zugesagt und wird auf der Demonstration sprechen.
„Auch zwei Jahre nach dem Geheimtreffen sehen wir, wie rechtsextreme Netzwerke versuchen, demokratische Strukturen zu unterwandern – und diese Gefahr dürfen wir nicht unterschätzen“, betont Anna Hilsenbeck, Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg. Co-Sprecher Landelin Winter ergänzt: „Wir gehen auf die Straße, weil wir uns entschlossen gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit stellen. Brandenburg steht für Demokratie, Vielfalt und Solidarität – und das machen wir an diesem und jedem anderen Tag sichtbar.“
Jutta Michelsen von den Omas gegen Rechts unterstreicht die Bedeutung des Protests:
„Wir OMAS GEGEN RECHTS treten dafür ein, dass dieses Land nicht vergisst, wohin rechtsextreme Ideologien führen. Wir sehen mit Sorge, wie rechtsextreme Sprache die gesellschaftliche Stimmung verschiebt und mit Begriffen wie ‚Remigration‘ versucht, menschenverachtende Ziele zu verschleiern. Solche Worte schaffen Distanz zum tatsächlichen Unrecht – eine gefährliche Tradition der Verharmlosung, wie sie schon in der NS-Bürokratie betrieben wurde. Umso wichtiger ist es, laut und sichtbar zu widersprechen.“