29. Juni 2026

41,7 Grad in Brandenburg: Hitzerekord ist Ergebnis eines klimapolitischen Versagens

Potsdam, 29. Juni 2026 Mit 41,7 Grad in Neißemünde wurde am Sonntag ein neuer deutscher Temperaturrekord gemessen. Für die GRÜNE JUGEND Brandenburg ist dieser historische Hitzerekord bereits im Juni ein drastisches Warnsignal. Während die Klimakrise Brandenburg immer härter trifft, bremst die Landesregierung den Klimaschutz weiter aktiv aus.

Dazu betont Landelin Winter, Landessprecherin der GRÜNE JUGEND Brandenburg:

„41,7 Grad im Juni sind kein Wetterereignis mehr, sondern ein Alarmsignal. Während Brandenburg neue Hitzerekorde erlebt, blockieren SPD und CDU seit Jahren wirksamen Klimaschutz. Sie ignorieren den Klimaplan, stoppen bereits vom Bund finanzierte Klimaschutzprojekte und verspielen wertvolle Zeit. Diese Politik macht insbesondere die Brandenburger SPD politisch mitverantwortlich dafür, dass jedes Jahr mehr Menschen unter extremer Hitze leiden oder sogar ihr Leben verlieren.“

Besonders deutlich wird das beim Umgang mit der Wasserverfügbarkeit in Brandenburg.

„Besonders in Hitzeperioden brauchen Menschen und Tiere genügend Wasser, um ihre Temperatur zu regulieren. Schon heute sind sinkende Grundwasserspiegel, austrocknende Badeseen und brennende Wälder die Realität. Das Engagement der Landesregierung gegen diese Entwicklungen ist kaum Wahrnehmbar. Beispielsweise die geplante Novelle des Brandenburgischen Wassergesetzes bleibt nach dem bisherigen Beteiligungsprozess weit hinter dem zurück, was angesichts der dramatischen Lage notwendig wäre“, so Winter.

„Brandenburg trocknet aus und die Landesregierung schaut zu. Statt endlich entschlossen Wasser in der Landschaft zu halten, verliert sie sich in unverbindlichen Floskeln. Beim Waldumbau und der Wiedervernässung von Mooren zeigt diese Koalition weder Problembewusstsein noch den politischen Willen zu handeln. Damit trägt sie Mitverantwortung dafür, dass die Folgen der Klimakrise jedes Jahr dramatischer werden.“

Besonders unverständlich sei das Ausbremsen bereits geplanter Klimaschutzmaßnahmen. So wurde das vom Bund mit rund 50 Millionen Euro geförderte Niederoderbruchprojekt zur Wiedervernässung von rund 1.500 Hektar Moorboden durch Umweltministerin Hanka Mittelstädt gestoppt, obwohl Moore zu den wirksamsten natürlichen Kohlenstoff und Wasserspeichern gehören.

Hilsenbeck erklärt dazu:
„Dass Umweltministerin Hanka Mittelstädt ausgerechnet eines der größten Klimaschutzprojekte Brandenburgs stoppt, obwohl der Bund die Finanzierung bereits zugesagt hatte, ist ein klimapolitischer Offenbarungseid. Während Brandenburg unter Dürre und Wasserknappheit leidet, blockiert die Landesregierung wirksame Lösungen. Und weil sie sich dieser berechtigten Kritik offenbar künftig möglichst selten stellen möchte, sollen Umweltverbände nun auch noch um fast drei Viertel ihrer Förderung gebracht werden (250.000 Euro statt ehemals 920.000 Euro pro Jahr). Wer Klimaschutz abbaut und gleichzeitig diejenigen schwächt, die ihn einfordern, zeigt, dass dieser Landesregierung die Probleme des Landes völlig egal sind.“

Die GRÜNE JUGEND Brandenburg fordert die Landesregierung auf, den Klimaplan endlich konsequent umzusetzen, das Niederoderbruchprojekt und weitere Moorschutzprojekte wieder auf den Weg zu bringen, den natürlichen Wasserrückhalt durch Moorvernässung, Waldumbau und weitere Maßnahmen entschlossen auszubauen und die geplanten Kürzungen bei den Umweltverbänden zurückzunehmen.