17. September 2026

GRÜNE JUGEND Brandenburg: „Kinderschutz ja – Social-Media-Verbot nein“

Zum heute vorgestellten EU-Kids Act erklärt die GRÜNE JUGEND Brandenburg:

Kinder und Jugendliche brauchen Schutz im Netz. Das ist richtig und unbestritten. Ein pauschales Social-Media-Verbot ist dafür jedoch der falsche Weg. Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg sind soziale Netzwerke für junge Menschen wichtige Orte für Austausch, Vernetzung und politische Teilhabe – insbesondere dort, wo Jugendclubs weit entfernt und Busverbindungen selten sind.

„Wenn Plattformen darauf ausgelegt sind, uns möglichst lange am Bildschirm zu halten, müssen wir die Plattformen regulieren – und nicht die Jugendlichen aus dem digitalen Raum aussperren“, sagt Landelin Winter, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Brandenburg.

„Wer Kinder und Jugendliche kennt, weiß: Regulierungen allein halten sie nicht davon ab, soziale Medien zu nutzen. Deshalb müssen wir an die Ursache ran. Die Plattformen brauchen klare Regeln gegen Endless Scrolling, manipulative Algorithmen und suchtförderndes Design. Tech-Konzerne müssen Verantwortung übernehmen und dürfen Profit nicht über die Gesundheit junger Menschen stellen“, ergänzt Anna Hilsenbeck, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg.

Dafür braucht es neben klaren Regeln für die Plattformen auch moderne Medienbildung auf Augenhöhe. Junge Menschen müssen befähigt werden, soziale Netzwerke sicher, kritisch und selbstbestimmt zu nutzen.

„Der digitale Raum gehört auch jungen Menschen.Wir wollen Empowerment statt Ausgrenzung und echten Kinderschutz statt Symbolpolitik“, so Landelin Winter.